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<title>Special Boat Service</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Special Boat Service</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Special Boat Service</b> (<b>SBS</b>) ist die maritime <a href="Spezialeinheit" title="Spezialeinheit">Spezialeinheit</a> der <a href="Streitkr%C3%A4fte_des_Vereinigten_K%C3%B6nigreichs" title="Streitkräfte des Vereinigten Königreichs">Streitkräfte des Vereinigten Königreichs</a> und ist wie der <a href="Special_Air_Service" title="Special Air Service">Special Air Service</a>, das <a href="Special_Reconnaissance_Regiment" title="Special Reconnaissance Regiment">Special Reconnaissance Regiment</a> (SRR) und die Special Forces Support Group (SFSG) Teil der Spezialeinsatzkräfte (<i>Special Forces Community</i>) von Großbritannien, der United Kingdom Special Forces (UKSF). Das <a href="Wahlspruch" title="Wahlspruch">Motto</a> der Einheit lautete <i>Not By Strength, By Guile</i> – <i>Nicht durch Stärke, sondern List</i>, wurde aber durch <i>By Strength And Guile</i> – <i>Durch Stärke und List</i> ersetzt (siehe Abbildung).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auftrag">Auftrag</h2></div>
<p>Der <i>SBS</i> ist spezialisiert auf Einsätze im und am Wasser, auf Landungsoperationen und Einsätze auf Schiffen oder Bohrinseln. Dazu gehören <a href="Geiselbefreiung" title="Geiselbefreiung">Geiselbefreiungen</a> ebenso wie der Schutz britischer Schiffe und Hafenanlagen, oder die <a href="Sabotage" title="Sabotage">Sabotage</a> gegnerischer Einrichtungen.
</p><p>Die Fähigkeiten der <i>SBS</i>-Soldaten sind nicht auf das Tauchen und Schwimmen begrenzt. Sie werden ebenso im <a href="Fallschirmspringen" title="Fallschirmspringen">Fallschirmspringen</a> mit automatischen Sprungfallschirmen und im <a href="HALO_(Fallschirmspringen)" class="mw-redirect" title="HALO (Fallschirmspringen)"><i>MFF</i></a> ausgebildet sowie im Fastroping aus <a href="Hubschrauber" title="Hubschrauber">Hubschraubern</a>. Als triphibische Einsatzkräfte können sie auch an Land unerkannt Einsätze durchführen. Dies ist Einsatzgrundlage aller modernen Marinespezialeinheiten.
</p><p>Die Rolle des <i>SBS</i> als <a href="Waffentaucher" title="Waffentaucher">Waffentaucher</a> ist vergleichbar mit der der <a href="Kampfschwimmer_(Bundeswehr)" title="Kampfschwimmer (Bundeswehr)">Kampfschwimmer</a> der Deutschen Marine oder der der amerikanischen <a href="United_States_Navy_SEALs" title="United States Navy SEALs">Navy Seals</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisation">Organisation</h2></div>
<p>Der <i>SBS</i> ist als Verband Teil der <a href="Royal_Marines" title="Royal Marines">Royal Marines</a> Commandos, die selbst integraler Bestandteil der <a href="Royal_Navy" title="Royal Navy">Royal Navy</a> sind. Er ist personell wahrscheinlich kleiner als die Partnereinheit <i>SAS</i>.
</p><p>Das <a href="Hauptquartier" title="Hauptquartier">Hauptquartier</a> ist derzeit noch die Marinebasis Poole in der Grafschaft <a href="Dorset" title="Dorset">Dorset</a>. Doch gibt es Berichte, wonach der <i>SBS</i> in die <a href="Portsmouth_(Marinebasis)" title="Portsmouth (Marinebasis)">Basis Whale Island</a> in <a href="Portsmouth" title="Portsmouth">Portsmouth</a> umziehen soll.
</p><p>Die Truppe wurde 1987 neu organisiert und trägt seitdem den Namen Special Boat Service. Zuvor war sie als Special Boat Squadron bekannt und hatte ungefähr 150 Mitglieder. Dazu gab es – ähnlich dem <i>SAS</i> – auch eine <a href="Reserve_(Milit%C3%A4rwesen)" title="Reserve (Militärwesen)">Reserveeinheit</a>, die als <i>SBS (R)</i> geführt wurde. Diese setzte sich aus ca. 50 ehemaligen Angehörigen des aktiven <i>SBS</i> zusammen. Seit der Neuorganisation soll der <i>SBS</i> eine größere Personalstärke besitzen. Darüber gibt es jedoch keine genauen Zahlen, da die britische Regierung keine Details zu ihren spezialisierten Einsatzkräften frei gibt. Die Presse geht von 200 bis 300 Soldaten aus, die gegenwärtig im <i>SBS</i> dienen.
</p><p>Laut einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums über die Struktur der Streitkräfte existieren vier Squadrons, drei aktive und eine Reserveeinheit. Die Soldaten werden in 16-Mann-Teams eingesetzt, können aber auch in 8- und 4-Mann-Gruppen oder paarweise aktiv werden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die aktiven Squadrons sind unterteilt nach ihren Spezialisierungen:
</p>
<ul><li><i>C Squadron</i> – Tauchen und Einsätze mit Kanus und Paddelbooten</li>
<li><i>M Squadron</i> – Antiterror-Operationen und Entern von Schiffen und Bohrinseln</li>
<li><i>S Squadron</i> – Transport mit Mini-U-Booten und Motorbooten</li></ul>
<p>Die M Squadron besteht aus drei Gruppen namens:
</p>
<ul><li><i>Gold-Troop</i></li>
<li><i>Purple-Troop</i></li>
<li><i>Black-Troop</i>.</li></ul>
<p>Die <i>Black Troop</i> ist spezialisiert auf Angriffe mit und von Hubschraubern aus.
</p><p>Während des <a href="Kalter_Krieg" title="Kalter Krieg">Kalten Krieges</a> war die Aufgabe des <i>SBS</i> die einer <i>klassischen</i> Spezialeinheit, daher vor allem Informationsbeschaffung und Einsätze hinter feindlichen Linien. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich jedoch, wie bei vielen Spezialeinsatzkräften, dieses Bild geändert. Heute gehört die Bekämpfung und Verhinderung von Terrorakten zu den Hauptaufgaben des <i>SBS</i>. Dabei führt die Einheit nicht nur maritime Aufgaben durch, sondern kann auch zum Schutz von Flughäfen, der Erstürmung von Gebäuden und der Ergreifung von verdächtigen Personen eingesetzt werden. Seit 1971 war der <i>SBS</i> auch regelmäßig an Anti-Terror-Operationen in <a href="Nordirland" title="Nordirland">Nordirland</a> beteiligt, die im Rahmen der <a href="Military_Reaction_Force" title="Military Reaction Force">Military Reaction Force</a> (MRF) und später auch in Zusammenarbeit mit der <a href="14th_Intelligence_Company" title="14th Intelligence Company">14 Intelligence Company</a> erfolgten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rekrutierung_und_Ausbildung">Rekrutierung und Ausbildung</h2></div>
<p>Früher konnten sich nur Soldaten für den Dienst im <i>SBS</i> bewerben, die zuvor mindestens zwei Jahre bei den <a href="Royal_Marines" title="Royal Marines">Royal Marines</a> gedient hatten. Inzwischen jedoch steht die Bewerbung jedem britischen Soldaten frei.
</p><p>Vor der eigentlichen Auswahl müssen Interessenten einen zweiwöchigen Kurs überstehen, der in die so genannte <i>Boots-</i> und die <i>Tauchwoche</i> untergliedert ist.
In der ersten Woche müssen sie:
</p>
<ul><li>einen allgemeinen Fitness-Test absolvieren,</li>
<li>600 Meter in 15 Minuten schwimmen,</li>
<li>50 Meter in voller Uniform und mit Waffe schwimmen,</li>
<li>25 Meter tauchen.</li>
<li>ihre Fähigkeiten mit dem Paddelboot beweisen und dazu 5 Kilometer mit Kanu und Rucksack marschieren und 30 Kilometer paddeln.</li></ul>
<p>In der zweiten Woche geht es darum, verschiedene Tauchgänge zu absolvieren und die grundsätzliche Fähigkeit und den Willen zum Tauchen zu belegen.
</p><p>Anschließend durchlaufen sie die gleiche Auswahl wie die Bewerber für den <i>SAS</i>, die sogenannte <i>Special Forces Selection</i>. Erst nachdem die Kandidaten sich in dieser Auswahl qualifiziert haben, können Soldaten mit der weiteren <i>SBS</i>- bzw. <i>SAS</i>-Selektion beginnen.
</p><p>Der Trainingsabschnitt dauert acht Wochen. Während dieser Zeit muss ein extensives Schwimm- und Kanutentraining absolviert werden. Diese Ausbildung ist darauf ausgerichtet, den Kandidaten die Angst vor dem Element Wasser zu nehmen.
</p><p>Des Weiteren beinhaltet die Ausbildung zum <i>SBS</i>-Mann die Bereiche <a href="Navigation" title="Navigation">Navigation</a>, <a href="Nahkampf" title="Nahkampf">Nahkampf</a>, <a href="Sprengung" title="Sprengung">Sprengausbildung</a>, <a href="Milit%C3%A4rische_Aufkl%C3%A4rung" class="mw-redirect" title="Militärische Aufklärung">Erkundung</a> von Landungsstränden (alles sowohl über als auch unter Wasser, aber auch an Land), der Umgang mit Booten (u. a. ein 55-Kilometer-Marsch per Kanu) und das Eindringen in gegnerisches Gebiet mittels Kleinst-U-Booten. Ein Überlebenstraining in Schottland ist ebenso Teil dieses Kurses wie das Tauchen in kalten Gewässern, das Tauchen mit und ohne Hilfsmittel und das Tauchen ohne Sicht. Nach dem Bestehen sind die Soldaten Mitglied des <i>SBS</i> im Rang eines „Swimmer Canoeist Class 3“ (SC3).
</p><p>Teilweise erfolgt die Ausbildung zusammen mit dem <i>SAS</i>. Vor allem die Schulung in Antiterror-Taktiken wird gemeinsam absolviert.
</p><p>Diejenigen, die aufgenommen werden, tragen anschließend das Zeichen der Sonderausbildung „SC“ (<i>Swimmer Canoeist</i>) am linken Ärmelaufschlag ihrer Uniform. Das und das Fallschirmsprungabzeichen am rechten Arm sind die einzigen Hinweise auf ihre Zugehörigkeit zum <i>SBS</i>. Sie tragen die gleichen Uniformen und die gleichen grünen Barette wie alle Royal Marines. Sie werden einem der Einsatztrupps zugeteilt und beginnen mit der weiterführenden Ausbildung, während dieser sie sich zu Spezialisten auf verschiedenen Gebieten weiterbilden:
</p>
<ul><li><a href="Erste_Hilfe" title="Erste Hilfe">Erste Hilfe</a></li>
<li><a href="Kommunikation" title="Kommunikation">Kommunikation</a></li>
<li><a href="Terrorismusbek%C3%A4mpfung" title="Terrorismusbekämpfung">Terrorismusbekämpfung</a></li>
<li>Fremdsprachen</li></ul>
<p>Offiziere dienen ähnlich dem <i>SAS</i> für maximal drei Jahre im <i>SBS</i>, nach denen sie zu den <a href="Royal_Marines" title="Royal Marines">Royal Marines</a> Commandos oder in die <a href="Royal_Navy" title="Royal Navy">Royal Navy</a> zurückversetzt werden.
</p><p>Laut Verteidigungsministerium bestehen lediglich 30 Prozent der Bewerber alle Prüfungen. Die Ausbildung ist dabei insgesamt nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Angeblich starben bisher mehr <i>SBS</i>-Angehörige bei der Ausbildung und Manövern als bei Einsätzen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aktuelles Beispiel für diese Vermutung ist der Tod des damaligen Kommandeurs des <i>SBS</i>, <a href="Lieutenant_Colonel" class="mw-redirect" title="Lieutenant Colonel">Lieutenant Colonel</a> Richard Van der Horst, während einer Übung in Nordnorwegen. Van der Horst starb am 14. März 2005 nach einem Tauchunfall. Während einer Übung der <a href="NATO" title="NATO">NATO</a> unternahm er einen Tauchgang in einem <a href="SEAL_Delivery_Vehicle" title="SEAL Delivery Vehicle">Swimmer Delivery Vehicle</a> (SDV), einem ursprünglich für die <a href="United_States_Navy_SEALs" title="United States Navy SEALs">Navy SEALs</a> entwickelten Klein-U-Boot. Dabei geriet er in Schwierigkeiten, da er mit dem Gerät nicht vertraut war. Er konnte gerettet werden, verstarb jedoch eine Woche nach seiner Bergung im Krankenhaus.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausrüstung"><span id="Ausr.C3.BCstung"></span>Ausrüstung</h2></div>
<p>Der SBS benutzt folgende Waffen:
</p>
<ul><li>Diemaco C8<sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="HK_MP5" title="HK MP5">HK MP5</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="HK53" title="HK53">HK53</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="HK_G3" title="HK G3">HK G3</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="SIG_Sauer_P226" title="SIG Sauer P226">SIG Sauer P226</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-4" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="FN_Minimi" title="FN Minimi">FN Minimi</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-5" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>GPMG<sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-6" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Arctic_Warfare" title="Arctic Warfare">L96A1</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-7" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>HKP11<sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-8" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Blendgranate" title="Blendgranate">Blendgranate</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-9" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Früher waren auch folgende Waffen in Gebrauch:
</p>
<ul><li>MC51<sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-10" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Schallgedämpfte <a href="Sten_Gun" title="Sten Gun">Sten</a><sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-11" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>L34A1<sup id="cite_ref-SBS_Weapon_4-12" class="reference"><a href="#cite_note-SBS_Weapon-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Der SBS wurde im März 1943 gegründet und führte während des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> seine Einsätze vor allem in Italien, Jugoslawien und Griechenland durch.
</p><p>Bereits vom 7. bis 12. Dezember 1942 wurde durch das Royal Marines Boom Patrol Detachment unter <a href="Herbert_Hasler" title="Herbert Hasler">Herbert 'Blondie' Hasler</a> der Kommandoeinsatz <a href="Operation_Frankton" title="Operation Frankton">Operation Frankton</a> mit Cockle-Kajak gegen Schiffe im Hafen von <a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a> durchgeführt, der von der deutschen Wehrmacht besetzt war.
</p><p>Diese sollte allerdings nach kritischen Nachfragen von der konservativen Opposition geheim bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie auch im <a href="Koreakrieg" title="Koreakrieg">Koreakrieg</a> und im <a href="Pal%C3%A4stinakrieg" title="Palästinakrieg">Israelischen Unabhängigkeitskrieg</a> zum Einsatz. Daneben spionierten sie die sowjetische U-Boot-Flotte aus.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bekannt_gewordene_Einsätze"><span id="Bekannt_gewordene_Eins.C3.A4tze"></span>Bekannt gewordene Einsätze</h3></div>
<ul><li>Die Reederei <a href="Cunard_Line" title="Cunard Line">Cunard Line</a> erhielt im Jahr 1971 eine Bombendrohung mit Lösegeldforderung, wonach eine Bombe auf dem Transatlantikliner <a href="Queen_Elizabeth_2" title="Queen Elizabeth 2">Queen Elizabeth 2</a> deponiert worden sei. Als Reaktion wurden – neben einem <a href="Kampfmittelbeseitigung" title="Kampfmittelbeseitigung">EOD</a>-<a href="Offizier" title="Offizier">Offizier</a> (Captain Robert Williams) und einem <i>SAS</i>-<a href="Sergeant" title="Sergeant">Sergeant</a> (Sergeant Cliff Oliver) – zwei Mitglieder des <i>SBS</i> (Lieutenant Richard Clifford und Corporal Tom Jones) über dem Atlantik von einer <a href="Lockheed_C-130" title="Lockheed C-130">Lockheed C-130</a> Hercules per <a href="Fallschirm" title="Fallschirm">Fallschirm</a> abgesetzt. Die Besatzung der Queen Elizabeth 2 unter Captain William Law hatte zwischenzeitlich das Schiff durchsucht und zwei verdächtige Gepäckstücke gefunden. Diese wurden vom EOD/IED-Spezialisten untersucht und als harmlos bewertet. Die Bombendrohung erwies sich als Falschmeldung. Während des Einsatzes wurde das Lösegeld am geforderten Ort deponiert, jedoch nie abgeholt. Die Identität des Erpressers konnte nie festgestellt werden.</li></ul>
<ul><li>Im April 1973 wurde die QE II von einer Gruppe jüdischer Amerikaner gebucht, um sie zu den Feiern anlässlich des 25-jährigen Bestehen des Staates Israel nach Haifa zu bringen. Im Hinblick auf die <a href="M%C3%BCnchner_Olympia-Attentat" title="Münchner Olympia-Attentat">Geiselnahme während der Olympischen Spiele in München 1972</a> wurde eine Attacke durch die Terrorgruppe <a href="Schwarzer_September_(Terrororganisation)" class="mw-redirect" title="Schwarzer September (Terrororganisation)">Schwarzer September</a> für möglich gehalten. Aus diesem Grunde wurde eine <i>Protection Group</i> des <i>SBS</i> verdeckt als Reiseverkehrskaufleute eingeschifft. Beim ersten Einsatz dieser Art für die Spezialtruppe kam es zu mehreren Fehlern. So mussten bis dahin auch die Angehörigen des <i>SBS</i> einen militärischen Kurzhaarschnitt tragen, der in der damaligen Zeit – in der die Haare im zivilen Bereich länger getragen wurden – sehr auffällig war. Zum anderen operierte der <i>SBS</i> bis dahin ausschließlich in Uniform und war daher das Agieren in Zivil nicht gewöhnt. In der Folge wurde der Einsatz durch die Presse aufgedeckt. Einige Jahre danach wurden bei einem weiteren derartigen Einsatz zwei Gruppen eingeschifft – ein offen operierendes Team und ein verdecktes. Diese Operation blieb unerkannt.</li></ul>
<ul><li>Einheiten des <i>SBS</i> wurden 1982 mehrfach im <a href="Falklandkrieg" title="Falklandkrieg">Falklandkrieg</a> eingesetzt. Besondere Bedeutung kam ihnen bei der Rückeroberung von <a href="S%C3%BCdgeorgien" title="Südgeorgien">Südgeorgien</a> zu. Während des Krieges starben nur zwei SBS-Mitglieder, beide durch <i><a href="Eigenbeschuss" title="Eigenbeschuss">friendly fire</a></i>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>Am 27. Februar 1991 stürmten Angehörige des <i>SBS</i> im Rahmen des <a href="Zweiter_Golfkrieg" title="Zweiter Golfkrieg">Zweiten Golfkriegs</a> die britische Botschaft in Kuwait. Sie wurden durch <a href="Sikorsky_S-61" title="Sikorsky S-61">Sea King</a>-Helikopter eingeflogen und seilten sich von diesen aus ab. Während der Operation setzte der <i>SBS</i> Blendgranaten ein, da man davon ausging, dass die Botschaft durch irakische Truppen besetzt war. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Botschaft nie besetzt war und ein anwesender kuwaitischer Hausmeister sie hätte aufschließen können.</li></ul>
<ul><li>Am 23. November 1992 enterten zwei Teams des <i>SBS</i> in einer Anti-Drogen-Operation das Frachtschiff Foxtrot Five. Das Schiff wurde in einer gemeinsamen Operation von US <a href="Drug_Enforcement_Administration" title="Drug Enforcement Administration">Drug Enforcement Administration</a> (DEA), britischem Zoll und Polizei, sowie <a href="Interpol" title="Interpol">Interpol</a> überwacht und seine Fahrt von einer kolumbianischen Insel über den Atlantik nach Greenwich bei London verfolgt. Während der Entladung an der Themse näherten sich zwei <i>SBS</i>-Teams in Schlauchbooten, enterten das Schiff und stellten die Drogenschmuggler auf frischer Tat. Gleichzeitig ging bewaffnete Polizei von Land her vor und stürmte das Lagerhaus am Pier. Während der Aktion wurden fünf Mann verhaftet und Drogen im Millionenwert sichergestellt. Die Teilnahme des <i>SBS</i> wäre nie bekannt geworden, hätte nicht eine Frau namens Dr. Joyce Lowman zufällig im Augenblick des Enterns ein Foto gemacht.</li></ul>
<ul><li>Im Herbst 2001 waren Einheiten des <i>SBS</i> Teil der Invasionstruppe, die in <a href="Krieg_in_Afghanistan_seit_2001" class="mw-redirect" title="Krieg in Afghanistan seit 2001">Afghanistan</a> gegen die Taliban kämpften. Unter anderem besetzten dabei 100 Soldaten der C-Kompanie des <i>SBS</i> im November 2001 den Luftwaffenstützpunkt Bagram nahe Kabul im Nordosten des Landes, allerdings ohne Billigung der Hauptstreitmacht USA. Bagram war zu diesem Zeitpunkt von starken Einheiten der Taliban und der gegnerischen Nordallianz eingeschlossen, die um die Hoheit über die Schlüsselstellung kämpften. Die <i>SBS</i>-Einheit sollte als Vorhut einer aus mehreren tausend Mann bestehenden alliierten Kampfgruppe dienen. Der britische Einsatz fand zwar die Unterstützung <a href="Paschtunen" title="Paschtunen">paschtunischer Führer</a> im Süden des Landes. Die wollten so verhindern, dass die Nordallianz Kabul kontrolliert. Die Nordallianz aber war dagegen, was von den USA geduldet wurde. Dies führte dazu, dass die britischen Soldaten in Bagram letztlich einen Tag und eine Nacht gegen Nordallianz und Taliban kämpften, bis sie von amerikanischen Verbänden entsetzt wurden. Ihr Einsatz verursachte erhebliche diplomatische Verstimmungen zwischen den USA und Großbritannien.</li></ul>
<ul><li>Am 24. September 2007 befreite der SBS in Afghanistan zwei italienische Soldaten aus der Gewalt der <a href="Taliban" title="Taliban">Taliban</a>. Hierbei wurde einer der Entführten leicht, der andere schwer verletzt. Alle acht Geiselnehmer wurden getötet. Der Zugriff erfolgte aus der Luft mit <a href="Westland_Lynx" title="Westland Lynx">Westland Lynx</a> Hubschraubern.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>In der <a href="Schlacht_um_Kundus" title="Schlacht um Kundus">Schlacht um Kundus</a> unterstützte das SBS afghanische Spezialeinheiten beim Versuch, die Stadt wieder zurückzuerobern.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Öffentlichkeit"><span id=".C3.96ffentlichkeit"></span>Öffentlichkeit</h2></div>
<p>Veröffentlichungen in Presse und Literatur zu den spezialisierten Einsatzkräften werden vom britischen Verteidigungsministerium nicht kommentiert.
</p><p>Im Gegensatz zum ausführlich dokumentierten <i>SAS</i> gab es lange Zeit keine offen zugänglichen Informationen zum <i>SBS</i>. In der Folge des Zweiten Golfkrieges kam es zu einer Flut von Publikationen ehemaliger Angehöriger des <i>SAS</i>. Diesem Beispiel folgten nur wenige Angehörige des <i>SBS</i>. Die große Anzahl von Veröffentlichungen zu Spezialkräften führte im Jahr 1997 dazu, dass Anwärter vor der Übernahme in die aktiven Einheiten – zusätzlich zum Official Secrets Act – eine Klausel unterschreiben mussten, in der sie sich verpflichten, nicht über ihre Tätigkeit bei den Spezialkräften zu schreiben.
</p><p>In <a href="18_Stunden_bis_zur_Ewigkeit" title="18 Stunden bis zur Ewigkeit"><i>18 Stunden bis zur Ewigkeit</i> (<i>Juggernaut</i>)</a> aus dem Jahr 1974 hatte der <i>SBS</i> seinen für lange Zeit einzigen filmischen Auftritt. Mit <a href="Stratton_(Film)" title="Stratton (Film)">Stratton</a> wurde 2017 der erste Band der Romanreihe von Duncan Falconer rund um den SBS für die große Leinwand adaptiert.
Einen ersten literarischen Einblick in die Taktik und Arbeitsweise des <i>SBS</i> gab es 1979 im Roman <a href="Des_Teufels_Alternative" title="Des Teufels Alternative"><i>Des Teufels Alternative</i> (<i>The Devil’s Alternative</i>)</a> von <a href="Frederick_Forsyth" title="Frederick Forsyth">Frederick Forsyth</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Mike Ryan, Chris Mann, Alexander Stilwell: <i>Enzyklopädie der Spezialeinheiten. Taktik, Geschichte, Strategie, Waffen.</i> Pabel-Moewig, Rastatt 2003, ISBN 3-8118-1895-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.armedforces.co.uk/navy/listings/l0038.html">SBS bei armedforces.co.uk</a> (englisch)</li>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.specialboatservice.co.uk%2Fsbs-weapons.php">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">8. Oktober 2014</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 26. August 2014</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASpecial+Boat+Service&rft.title=sbs+weapons&rft.description=sbs+weapons&rft.identifier=http%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20141008191622%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.specialboatservice.co.uk%2Fsbs-weapons.php&rft.source=http://www.specialboatservice.co.uk/sbs-weapons.php&rft.language=en"> </span></span>
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</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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